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Hypnosetherapie – Funktion und Anwendung

MindSpirit Hypnosetherapie

Hypnosetherapie bei MindSpirit Coaching ist kooperative, durch verbale und nonverbale Kommunikation begleitete, lösungsorientierte, dynamische und kreative Trance-Arbeit, mit dem Ziel, den Menschen in der Selbstwahrnehmung sowie in der inneren Selbstorganisation und Selbstregulation zu unterstützen. Sie hilft, bewusst und unbewusst, das menschliche Sensorium vorteilhaft zu beeinflussen, prädominierende Wirklichkeitsfilter zu modifizieren sowie neue Realitäten zu etablieren und eine natürliche, wache und lebendige Präsenz zu festigen. Sie fördert das Selbstmanagement, die Wahrnehmungs-, Handlungs- und Entwicklungskompetenz sowie die Resilienz der Person und begünstigt so Leichtigkeit, Flexibilität, Vitalität und Harmonie.

HÄUFIGE MISSVERSTÄNDNISSE

  • Im hypnotischen Zustand ist man manipulierbar und es besteht die Gefahr, vertrauliche Inhalte preiszugeben.
  • Während der Hypnose ist man bewusstlos oder schläft und bekommt nicht mit, was geschieht.
  • Im hypnotischen Zustand kann man stecken bleiben.
  • Hypnose ist passive Heilung und Probleme werden vom Hypnotiseur einfach wegsuggeriert.
  • Während der Hypnose verliert man die Kontrolle und ist dem Hypnotiseur ausgeliefert.
  • Hypnose hat mit Esoterik, Mystik oder Magie zu tun.

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Funktion und Anwendung der Hypnosetherapie

Qualifizierte Hypnosetherapie zeigt sich als einflussreiche und flexible Methode, die individuell auf das Bedürfnis der Person angepasst werden kann. Je nach Fall kommt sie als alleinige Therapieform zur Anwendung oder unterstützt Heilungsverläufe in Form einer Begleittherapie. Hypnosetherapie unterstützt die körperliche Gesundheit durch Stärkung der Selbstheilungskräfte und beeinflusst so die Lebensvorgänge im Körper: Das Immunsystem arbeitet besser, der Blutdruck sinkt, die Aktivität von Enzymen steigt usw. Hypnosetherapie ist ausserdem sehr effektiv beim Auflösen widriger Gewohnheiten und Verhaltensmuster wie etwa Rauchen, Nägelbeissen oder unwillkommenes Essverhalten. Genauso hilfreich zeigt sie sich beim Neutralisieren mentaler Blockaden und psychischen Belastungen wie beispielsweise Angst, Stress, Mangel an Selbstvertrauen oder bei depressiver Verstimmung. Anwendung findet die Hypnosetherapie auch im Bereich des Schmerzmanagements und der körperlichen sowie geistigen Entspannung und Regeneration. Hypnosetherapie eröffnet Räume für eine natürliche Reorganisation und Regulierung der Identität sowie der Wirklichkeitsfilter und ist ein dynamischer sowie wirkungsvoller Weg zu mehr Vitalität, Wohlbefinden und Lebensqualität.

Was ist Hypnose

Hypnose dient dazu, das Bewusstsein sowie die Wahrnehmung zu erweitern und sich in einem besonderen Zustand der Entspannung und selektiven Aufmerksamkeit, auch Trance genannt, leichter von eingefahrenen Denkmustern, Verhaltensweisen und belastenden Emotionen zu lösen. Hypnose beeinflusst und fördert unter anderem die Gehirnareale, die für Aufmerksamkeit, Konzentration, Erinnerung und die Wahrnehmungsveränderungen wichtig sind. Auf diese Weise hilft sie, das menschliche Sensorium vorteilhaft zu beeinflussen und neuronale Netzwerke effizient umzubilden.
Hypnose ist die Umgehung des Tagesbewusstseins – eine Reduktion des kritischen Faktors des Bewusstseins – und eine Brücke zum Unterbewusstsein. In der Hypnosetherapie wird mittels der Methode Hypnose die immanente Fähigkeit des Menschen, eine Trance zu erleben, genutzt, um einen verbesserten Zugang zu Ressourcen, Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten zu eröffnen, die mit „wachem“ Tagesbewusstsein nicht zu erreichen sind. In der Hypnosetherapie gezielt hervorgerufen und zweckmässig vertieft, fungiert die Trance als spezieller Lern- und Arbeitszustand, welcher ein intensiviertes Einwirken auf die verborgen liegende Ebene des subjektiven Selbst-Verständnisses und der unbewussten Überzeugungen ermöglicht.

Was ist Trance

Trance ist kein künstlich erzeugtes Phänomen, das durch äussere Einflüsse zustande kommt. Vielmehr geschieht sie, wenn die Filter des bewussten Verstandes sowie die neuropsychologische Orientierungsreaktion durch unbefangene und systematische Aufmerksamkeitsfokussierung losgelassen werden und sich eine tiefere Öffnung für die Welt der Entspannung und inneren Konzentration manifestiert. Trance ist ein natürlicher Bewusstseinszustand des Gehirns und einer der drei Grundzustände der Psyche. Die drei Grundzustände sind Wachheit, Trance und Schlaf. Die Trance ist aber keineswegs ein Phänomen, das nur im therapeutischen oder wie auch des Öfteren im spirituellen Kontext auftaucht. Tatsächlich ist sie ein automatisches, zumeist unbewusstes Alltagsphänomen. Trance ist ein erfahrungsartiges Vertieft-Sein, ein natürlich auftretender Moment des Absorbiertseins: Zum Beispiel hochkonzentriertes Arbeiten, völlige Versunkenheit beim Lesen eines Buches oder Tagträumen. Trance kann in unterschiedlichen Graden der Intensität erfahren werden und ist im subjektiven Empfinden verschieden. Um stimmig in eine Arbeitstrance einzutauchen, sie aufrechtzuerhalten und gestärkt wieder aus ihr herauszukommen, führt der Hypnosetherapeut die Person empathisch, zielgerichtet und individuell durch verbale sowie nonverbale Kommunikation in die Arbeitstrance hinein, festigt diese entsprechend, überwacht sie und löst sie angepasst wieder auf.

Bewusstsein, Unterbewusstsein und Gehirn

Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Handeln sind eng miteinander verschränkt und unterliegen, relativ betrachtet, nur zu einem äusserst geringen Prozentsatz der bewussten Steuerung. Das Bewusstsein umschliesst alles, worauf sich ein Mensch im jeweiligen Augenblick konzentriert; es stellt Überlegungen an, prüft und strukturiert auftauchende Informationen und Geschehnisse. Es kümmert sich um die gegenwärtig wichtigen Alltagsbedingungen und wägt verschiedene Umstände rational miteinander ab. Das Bewusstsein ist analytisch; es beinhaltet die Funktionen der Logik und des Willens. Unterhalb der aktuellen Bewusstseinsschwelle, was die Grundlage für den Prozess des Abwägens bildet, liegen die unbewussten Bereiche, welche die Funktionen des Erinnerns, der Emotionen, der Gewohnheiten und des Selbstschutzes umfassen, sowie die unbewussten Strukturen, welche die Instinkte und Reflexe sowie das Immunsystem und die vitalen Körperfunktionen regulieren. Die selektive Wahrnehmung und Einstellung des Menschen bestimmt, wie er Lebenssituationen erfährt und wie er ihnen begegnet. Wie ein Mensch etwas erlebt, hängt nicht von seinem Bewusstsein ab, sondern vom Unterbewusstsein und den dort vorherrschenden Mustern.

Die bewussten Bereiche unseres Gehirns nehmen etwa 15% der gesamten Gehirnmasse ein. Die restlichen 85% werden dem unbewussten Teil zugeschrieben. Bildhaft können wir dies mit einem Eisberg vergleichen, bei dem auch nur die oberste Spitze aus dem Wasser herausragt, während der Hauptteil des Eisbergs unter der Wasseroberfläche verborgen liegt. Heute werden die komplexen und spezifische Veränderungen der Gehirnaktivität in der Trance mittels der Kernspintomografie und der Messung der Hirnströme sichtbar gemacht. Das Gehirn ist ein genialer Bio-Computer, der permanent lernt und komplexe Prozesse steuert. Aus der neurobiologischen Forschung weiss man heute, dass ein menschliches Gehirn über etwa 85 bis 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) verfügt, die durch Synapsen, die zentralen Schaltstellen der Informationsübertragung, miteinander verbunden sind und ein komplexes neuronales Netzwerk bilden, das sich in einem fortlaufenden Umbauprozess befindet. Aktuell vermutet man, dass jede Nervenzelle im Durchschnitt mit 10‘000 anderen Nervenzellen in Kontakt steht. Daraus resultiert eine astronomische Anzahl synaptischer Kontakte (mehrere hundert Billionen), mit denen unser Gehirn Informationen im neuronalen Netzwerkverband abspeichern und Gefühlszustände sowie zugehörige Bewertungs- und Verhaltensmuster generieren kann. Das Gehirn befindet sich im hypnotischen Zustand in einem Umstand erhöhter Plastizität und ist so in der Lage, das neuronale Netzwerk besonders effektiv zu modifizieren.

MindSpirit-Hypnosetherapie_Gehirn

MindSpirit-Hypnosetherapie_Eisberg-Model

MindSpirit-Hypnosetherapie_MindModel

Retrospektive

Der Ausdruck Hypnose entstand in Anlehnung an den griechischen Gott des Schlafes Hypnos. Erste Aufzeichnungen über Hypnose bzw. über die gezielte Nutzung von Trancezuständen zur Heilung von Leiden fand man bereits bei den Sumerern, dem ältesten uns bekannten Urvolk der Erde, das den Schritt zur Hochkultur geleistet hat und vor über 3000 Jahren den Planeten besiedelte. Auch im alten Ägypten, im 15. Jahrhundert v. Chr., wird im Papyrus Ebers, eine der ersten Aufzeichnungen von medizinischen Texten, die Anwendung von Hypnose als therapeutische Methode beschrieben. Um das 18./19. Jahrhundert experimentierten die englischen Chirurgen James Braid und James Esdaille wie auch der in Wien tätige Arzt Franz Anton Mesmer mit dem Phänomen der Trance. Letzterer bezeichnete es als „animalischen Magnetismus“. Aufgrund der Popularität von Franz Anton Mesmer nannte man den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch „Mesmerisieren“. Im 20. Jahrhundert brachten die Amerikaner Dave Elman und Milton H. Erickson sowie die beiden Deutschen Oskar Vogt und dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz durch ihre Studien und Weiterentwicklungen die Hypnose wieder ins Rampenlicht zurück.
Als eine der ältesten Therapieformen rückt sie nun langsam auch in der Moderne wieder mehr in den Fokus von Ärzten, Therapeuten und Hilfesuchenden und bietet mit ihren wiederentdeckten Möglichkeiten sozusagen neue, alte Wege in der Heilung von Körper, Geist und Gemüt.